(55,0) (54,0) (53,0) (52,4) (51,0) (50,0) (49,0) (48,0) (47,0) (46,0) → (45,0)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Redefluss-Update

// langer, nicht überarbeiteter Gedankenstuss //

4 Monate und knapp weitere 2 Kilo später. Wie es mir geht?
Gut. Ja, auf der einen Seite geht es mir echt gut. Ich habe Spaß in der Schule mit meinen Mädels, gehe zu Hause meinen Hobbys nach, bin gut gelaunt und spüre keine "Dunkelheit"...
Schlecht. Und auf der anderen Seite geht es mir gar nicht gut. Mindestens einmal bin ich in Tränen ausgebrochen und weiß gar nicht so recht warum eigentlich. Ich lebe mit einem latenten Dauerstreß und ich glaube der wird mir langsam aber sicher doch einfach zu viel. Alles ist mir einfach zu viel. Der Juni ist voll mit (zum Teil sehr wichtigen) Terminen, und dennoch hat mich die "Aufschieberitis" voll im Griff. So wie heute; ich war bereits um zwei zu Hause und was habe ich getan? Ferngesehen, gegessen, alte Tagebücher und eure Blogs gelesen. Nichts von dem, was ich eigentlich machen müsste, und dabei ist das mehr als genug. Vielleicht ist es ja nur ein Schutzmechanismus, dass ich die Aufgaben aufschiebe, um nicht noch mehr Stress zu haben. Also dass ich denke, du hast so viel zu tun, da kommt so viel Stress auf dich zu; mach lieber erstmal gar nichts und entspann dich... Ist natürlich totaler Blödsinn, diese Denkweise. Erklären kann ich es nicht. Und ich glaube auch kaum, dass mir hier gerade überhaupt irgendjemand folgen kann :D

Dazu kommt, dass ich zur Zeit nur noch um die 4 Stunden pro Nacht schlafe. Was nicht daran liegt, dass ich nicht schlafen könnte. Nein, wenn ich ins Bett gehe schlafe ich fast sofort wie ein Stein. Aber ich bleibe einfach viel zu lange wach, suche mir immer neue Aufgaben, um nicht ins Bett zu gehen, mit dem vollen Bewusstsein, dass ich am nächsten Tag wieder müde wie Sau bin. Egal wie oft ich mir vornehme, früher ins Bett zu gehen; es klappt nie.
Und ich glaube, dass dieser selbst herbeigeführte Schlafmangel bei mir gerade eine Form des SVVs darstellt. Ich schneide nicht mehr, ich hunger nicht mehr, also muss eine "Ersatzdroge" her. Ich weiß genau, dass der wenige Schlaf mir schadet, und ich glaube genau deswegen mache ich das unbewusst auch. Denn ich fühle mich irgendwie stark dabei. Wenn ich trotz den nur 4 Stunden Schlaf den Tag überstehe, fühlt es sich gut an und ich bin irgendwie stolz auf mich, dass ich bzw. mein Körper mit so wenig Schlaf (mehr oder weniger gut) auskomme.
Es sind somit im Prinzip exakt die gleichen Gefühle, die Schneiden (= Selbstschädigung und Kontrolle über meinen Körper) und Hungern (= Selbstschädigung und Stärke) bei mir auslösen. Aber langsam wird mir auch wirklich bewusst, warum Schlafmangel als SVV gilt. Ich bin einfach nur noch fertig und bekomme immer weniger auf die Reihe und vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich meine Aufgaben nicht erledige. Einfach weil ich viel zu müde und kraftlos dazu bin. Oh wie paradox das doch alles ist...

Ich habe scheinbar sogar soviel Stress, dass ich mir manchmal sogar wünsche, dass ich in irgendeiner Weise einen "Unfall" habe. Dass ich vor Schwäche einfach umfalle, ins Krankenhaus muss. Dass ich somit von meinen Aufgaben befreit werde. Dass ich mal zur Ruhe komme (weil ich mir ja nicht schon genug Ruhe verschaffe, weil ich eh nichts mache, haha...) Dass ich nichts mehr machen muss, außer liegen und schlafen.  Ja, ich will schlafen, am liebsten für immer. Aber ich gönne mir den Schlaf nicht. Habe scheinbar immer noch so wenig Selbstwertgefühl, dass ich mich (unbewusst) des Schlafens nicht für würdig empfinde...
Und das mit dem Selbstwertgefühl wirkt sich leider auch auf meine Beziehung aus. Ich habe absolut kein Vertrauen in mich, aber somit auch nicht wirklich in ihn. Ich werde super schnell eifersüchtig, und brauche ständig Bestätigung. Natürlich ist das pures Gift in einer Beziehung, das weiß ich selber. Und ich gebe mir auch wirklich Mühe, ihm zu vertrauen und ihm seinen nötigen Freiraum zu lassen (der recht groß ist bei ihm..). Aber so richtig klappt es nicht, und wir hatten auch schon so oft Stress, weil ich mit meinen Aufgaben nicht in den Arsch komme. Es ist nur noch angekotzt von meinem Verhalten und es tut mir so weh. Ich finde die Kraft zum Ändern nicht so recht. Ich habe so Angst, dass ich alles noch viel viel schlimmer mache. Ich habe so eine Angst, ihn zu verlieren!

Ich habe übrigens mit Laufen angefangen. Auch aus dem Grund, um endlich mal den Arsch hochzukriegen und eine Sache durch zuziehen. Es klappt bisher auch echt gut und meine Kondition hat sich tatsächlich schon verbessert. Die Nike+ App und meine Mädels sind mir dabei eine gute Motivation. Ich will nicht mehr die sein, die keinen Sport macht. Ich will "mithalten" können.
Und ja klar, ich will abnehmen und fitter werden. Das Abnehmen klappt allerdings eher weniger gut. Ich esse dafür noch viel zu unausgewogen, trinke zu wenig, esse zu viel Zucker... Mein Bauch wabbelt und ich will endlich wieder dünn sein. Meine Gedanken kreisen in letzter Zeit wieder häufiger um Essen und Figur. Mal sehen was das Laufen jetzt noch so bringt und ob ich es endlich schaffe, meine Ernährung mal vernünftig umzustellen.

Eigentlich wollte ich aus einem völlig anderen Grund schreiben als mein sinnfreies Geblubber hier. Aber das kommt dann eben später. Jetzt versuche ich erstmal, vielleicht doch noch was zu schaffen. Und Laufen zu gehen.

Kann irgendjemand meine Gedankengänge nachvollziehen? Geht es wem ähnlich?
Ich wünsche euch erstmal eine gute Nacht!

3 Kommentare:

  1. Ich hab die Sonde da ich zu schnell zu viel abgenommen habe und keine blutwerte so im Keller fahren das es gefährlich würde.
    Liebste geüße <3

    AntwortenLöschen
  2. Also mir geht es genauso mit meinen Gedanken hahah und die aufschieberitis hab ich auch was echt schlimm ist :D kann es nachvollziehen und finde toll das ich dein blog gefunden habe:) schau öfter jetzt rein; )) liebe grüße:)

    AntwortenLöschen

Your comments make me happy!